Die Aktie gab am Donnerstag nachbörslich jedoch um mehr als vier Prozent nach. Grund dafür war ein Gewinnausblick für das dritte Quartal, der unter den Erwartungen der Analysten lag. Dell profitiert wie andere Anbieter von der hohen Nachfrage nach speziellen Servern, die für die rechenintensiven KI-Anwendungen benötigt werden. Am Mittwoch hatte bereits der Rivale HP dank einer anziehenden Nachfrage nach KI-PCs überraschend starke Quartalsergebnisse vorgelegt.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz zwischen 105 und 109 Milliarden Dollar, nachdem er zuvor von 101 bis 105 Milliarden Dollar ausgegangen war. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 9,55 Dollar erreichen statt der bisher von LSEG prognostizierten 9,40 Dollar. Für das dritte Quartal stellte Dell jedoch einen bereinigten Gewinn von 2,45 Dollar je Aktie in Aussicht und verfehlte damit die Analystenschätzung von 2,55 Dollar. Die Umsatzprognose für das Quartal von 26,5 bis 27,5 Milliarden Dollar lag hingegen über den Erwartungen.

Dell rechnet nun für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatz von 20 Milliarden Dollar aus der Lieferung von KI-Servern, nach einer früheren Prognose von 15 Milliarden Dollar. Zu den Kunden für diese Server gehören unter anderem das KI-Start-up xAI des Tech-Milliardärs Elon Musk. Die hohen Produktionskosten und der starke Wettbewerb in diesem Segment belasten jedoch die Margen der Anbieter. Das klassische Geschäft mit PCs wuchs im abgelaufenen Quartal dagegen nur um ein Prozent auf 12,50 Milliarden Dollar.

Im abgelaufenen zweiten Quartal übertraf Dell die Erwartungen. Der Umsatz lag bei 29,78 Milliarden Dollar und damit über den Schätzungen von 29,17 Milliarden. Der bereinigte Gewinn von 2,32 Dollar je Aktie übertraf ebenfalls leicht die Schätzungen von 2,30 Dollar. 

(Reuters)