Die Nachfrage werde vom bisherigen Höchstwert von 4195 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2025 auf 4268 TWh 2026 und 4391 TWh 2027 klettern, teilte die US-Energiebehörde EIA am Dienstag in ihrer kurzfristigen Energieprognose mit. Der Anstieg sei vor allem auf Rechenzentren für KI und Kryptowährungen zurückzuführen. Zudem würden private Haushalte und Unternehmen zunehmend Strom statt fossiler Brennstoffe zum Heizen und für den Verkehr nutzen.
Für den Bundesstaat Texas senkte die Behörde jedoch ihre Prognose für 2027 deutlich. Dort werde der Strombedarf nur noch um sechs Prozent wachsen, nachdem zuvor ein Plus von 14 Prozent erwartet worden war. Hintergrund ist ein Anfang August vom texanischen Gouverneur verhängter Baustopp für neue Rechenzentren.
Bei der Stromerzeugung rechnet die EIA mit einer Verschiebung zugunsten der erneuerbaren Energien. Deren Anteil werde von rund 24 Prozent im Jahr 2025 auf 27 Prozent 2027 steigen. Gleichzeitig werde der Anteil der Kohle von 17 auf 15 Prozent sinken. Erdgas und Kernkraft dürften mit 40 beziehungsweise 18 Prozent stabil bleiben.
(Reuters)

