Analysten der UBS zufolge bedeutet Investieren in die Energiewende weniger, sich ausschliesslich auf die Dekarbonisierung zu konzentrieren, sondern vielmehr darauf zu achten, welche Unternehmen «das grösste Potenzial haben, Branchen zu verändern, Geschäftsmodelle neu zu gestalten und die Anlageerträge in den kommenden Jahren zu beeinflussen».
Die Analysten verwiesen auf «Kräfte», die «sowohl das Tempo als auch die regionalen Entwicklungspfade der Transformation neu gestalten». Sie hoben insbesondere die Elektrifizierung, Infrastrukturengpässe und – aufgrund jüngster geopolitischer Ereignisse – die Energiesicherheit hervor.
«Der durch künstliche Intelligenz getriebene Strombedarf und die Energiesicherheit entwickeln sich zu den beiden bestimmenden Kräften», schrieben die Analysten in einem Ende des vergangenen Monats veröffentlichten Bericht. «Das Wachstum von Rechenzentren erhöht den Stromverbrauch strukturell, während jüngste geopolitische Störungen die Energieunabhängigkeit zu einer wichtigen politischen Priorität in grossen Volkswirtschaften gemacht haben.»
Asien-Pazifik hat Nase vorn
Der UBS-Bericht umfasst 696 Unternehmen, von denen fast die Hälfte in der Region Asien-Pazifik ansässig ist. Die grössten Unternehmen auf der «Kaufen»-Liste der Analysten sind die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, die südkoreanische SK Hynix sowie aus den USA die Exxon Mobil Corporation, Chevron Corporation und GE Vernova.
Taiwan Semiconductor und SK Hynix wurden aufgrund ihrer Bedeutung für Stromnetze und Netzwerkinfrastruktur hervorgehoben; ExxonMobil und Chevron wegen ihrer Verbindung zu kohlenstoffarmen Kraftstoffen; und GE Vernova wegen seiner Aktivitäten im Bereich erneuerbare und saubere Energieerzeugung sowie Stromnetz- und Netzwerkinfrastruktur.
Die Elektrifizierung sei «das beständigste und branchenübergreifendste Thema über Regionen und Sektoren hinweg», schrieben die Analysten. Sie beeinflusse unter anderem Branchen wie Elektrofahrzeuge, Gebäude und digitale Infrastruktur.
(Boomberg/cash)
