Ein Schreiben des WEF-Gründers Klaus Schwab an die Eidgenössischen Stiftungsaufsicht (ESA) hat es offenbar in sich. Kritisiert werden darin einem Zeitungsbericht zufolge die Führung und Governance des Weltwirtschaftsforums WEF.
Das Ziel des Schreibens formuliert ein Sprecher Schwabs laut der «NZZ am Sonntag» (NZZS) so: «Die ESA soll eine Gesamtbeurteilung vornehmen, ob die Stiftung im Einklang mit ihrem Zweck, den geltenden Statuten und Reglementen sowie mit den Grundsätzen einer verantwortungsvollen Stiftungsführung geführt wird.» Aus dem Schreiben gehe hervor, dass Schwab dies bezweifle, so der NZZS-Bericht.
Gemäss dem Zeitungsbericht stösst sich Schwab daran, dass die beiden Co-Präsidenten nicht nur dem WEF verpflichtet seien. Hoffmann ist Grossaktionär und Vize-Verwaltungsratspräsident des Pharmakonzerns Roche. Fink ist Gründer, CEO und Präsident des Vermögensverwalters Blackrock. Der WEF-Gründer fordere nun die Ernennung eines Präsidenten mit «institutioneller Unabhängigkeit und ohne Interessenkonflikte», wie es weiter heisst.
Dass Hoffmann und Fink möglicherweise von den Kontakten, die am WEF gepflegt werden, auch in ihren Rollen bei Roche beziehungsweise Blackrock profitieren, ist der ESA zufolge aber nicht per sé ein Problem: «Es ist nicht verboten, beruflich von Kontakten zu profitieren, die durch die Stiftungstätigkeit entstehen», sagt ein Sprecher. Entscheidend sei, dass der Stiftungsratspräsident im Sinne der Stiftung handle.
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