Klima - «Klima»-Aktien gefragt

Am weltweiten Klima-Aktionstag waren die Aktien von Windkraft- und Solarenergieunternehmen gefragt. Das Brexit-Hick-Hack schickte das britische Pfund derweil erneut auf Berg- und Talfahrt.
20.09.2019 16:46
Aktien von Windkraft- und Solarenergieunternehmen legten am Freitag zu.
Aktien von Windkraft- und Solarenergieunternehmen legten am Freitag zu.
Bild: Pixabay

Am weltweiten Klima-Aktionstag schnellten die Papiere von SMA Solar und Nordex bis zu 7,6 Prozent in die Höhe. Das deutsche Parlament hatte sich auf ein Klimaschutzpaket geeinigt. Unter anderem sollen Stromverbraucher durch eine geringere Umlage für die Erneuerbaren Energien (EEG) entlastet werden, der Austausch von Ölheizungen soll finanziell gefördert werden.

Ein zusätzlicher Kapitalbedarf schlug indes den Anlegern bei Thomas Cook auf den Magen. Der kriselnde Reisekonzern benötigt weitere 200 Millionen Pfund. "Die Rekapitalisierung wird voraussichtlich zu einer erheblichen Verwässerung der Interessen bestehender Aktionäre führen, wobei ein erhebliches Risiko einer Nichterholung besteht", erklärte der Konzern. Die Papiere brachen um bis zu 27,9 Prozent ein.

Länger anhaltende Schwierigkeiten mit Triebwerken setzten der Aktie des britischen Flugzeugzulieferers Rolls-Royce zu. Die Papiere gaben bis zu fünf Prozent nach. Rolls Royce erklärte, es müssten zusätzliche Trent-1000-Triebwerke repariert werden.

Pfund auf Achterbahnfahrt

Das Brexit-Hick-Hack schickte das britische Pfund erneut auf Berg- und Talfahrt. Die Währung legte in der Spitze 0,5 Prozent auf 1,2581 Dollar zu, bröckelte aber anschliessend auf 1,2463 Dollar ab. Während Brexit-Staatssekretär Kwasi Kwarteng die Hoffnung auf einen geregelten EU-Ausstieg nährte, sieht Irland noch keinen Durchbruch.

Am Rohölmarkt verteuerte sich die Sorte Brent aus der Nordsee um 0,5 Prozent auf 64,75 Dollar je Barrel (159 Liter). Seit den Angriffen auf saudiarabische Ölförder-Anlagen vom Wochenende ist der Preis um mehr als sieben Prozent gestiegen, da Anleger Versorgungsengpässe fürchten. Die Spannungen in der Golf-Region nehmen zu, da Saudi-Arabien und die USA den Iran für die Attacken verantwortlich machen, der Iran dies aber zurückweist.

(Reuters)

 
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