Die Aktien der UBS schlossen am Dienstagabend auf 37,42 Franken. Das Jahresplus beträgt bisher lediglich 1,24 Prozent, da die Aktien zwischenzeitlich unter 30 Franken gefallen waren. Aktuell notieren die Titel jedoch auf dem höchsten Stand seit Ende Januar und es fehlt nur noch wenig auf die 38 Franken – das bisherige Allzeithoch seit dem Einbruch 2008.

Die regulatorischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Kapitalanforderungen halten zwar an, rücken laut Analysten jedoch zunehmend in den Hintergrund. Ausserdem überzeugte die Grossbank Ende April mit den Quartalszahlen, wobei die Analystenerwartungen auf allen Ebenen übertroffen wurden.

Positiv hervorgehoben wurde insbesondere die Entwicklung im Investment Banking, während auch die Bereiche Vermögensverwaltung und das Schweizer Geschäft überzeugt haben. Dank des kapitalstarken Geschäftsmodells, positiver Markttrends und zusätzlicher Synergien aus der Credit Suisse-Integration erhöhen einige Analysten ihre Gewinnschätzungen. Zusätzlichen Rückenwind könnte aus Asien kommen, wo die UBS von hohen Neugeldzuflüssen und einer starken Position im Wealth Management profitieren dürfte. 

Das Analystenteam der Deutschen Bank erwartet ausserdem, dass die UBS 2026 die Aktienrückkäufe auf etwa 5 Milliarden Dollar ausweiten und die Dividende im Jahresvergleich um rund 18 Prozent erhöhen wird. Damit würden sich die Kapitalrückführungen auf etwa 7 Milliarden Franken belaufen, was einem Niveau entspricht, das zuletzt vor der Übernahme der Credit Suisse erreicht wurde.

Die Aktie ist laut Experten dank der niedrigen Bewertung weiterhin kaufenswert. Das durchschnittliche Kursziel von 38,47 Franken impliziert rund 3 Prozent Aufwärtspotenzial für die Aktie. 

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
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