Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte und damit eine Schätzung von Ende Januar bestätigte. Allein die Verbraucherinnen und Verbraucher steigerten ihre Ausgaben um 0,5 Prozent. Die staatlichen Konsumausgaben legten um 1,1 Prozent zu. Der Aussenhandel hingegen bremste die Konjunktur um 0,1 Prozentpunkte. Denn die Exporte sanken um 0,6 Prozent, während die Importe um 0,3 Prozent fielen.
2025 hat die deutsche Wirtschaft die zwei Rezessionsjahre mühsam abgeschüttelt und nur ein schwaches Wachstum von 0,2 Prozent geschafft. Im laufenden Jahr dürfte es beim BIP um rund ein Prozent nach oben gehen - angeschoben durch die geplanten Mehrausgaben der Regierung für Infrastruktur und Verteidigung.
Zum Jahresauftakt dürfte die Wirtschaft im ersten Quartal wachsen, «wenngleich nur mit schwacher Dynamik», erklärte die Bundesbank jüngst in ihrem Monatsbericht. Ab dem Frühjahr erwartet die Zentralbank dann mehr Schwung - «getragen vor allem durch fiskalische Impulse», also staatliche Investitionen in Infrastruktur und Rüstung.
Zuletzt hatte auch die Umfrage zu Industrie und Dienstleistern für positive Signale gesorgt. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Privatwirtschaft stieg im Februar um 1,0 auf 53,1 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Oktober. Damit blieb das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Für Risiken sorgen derweil weiter die grosse Unsicherheit in der Wirtschaft und die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump.
(Reuters)

