Im Mittel rechneten ⁠die Menschen in der Eurozone im April für die kommenden zwölf Monate mit ‌einer Teuerungsrate von unverändert 4,0 ‌Prozent, wie die Europäische ​Zentralbank (EZB) am Montag zu der von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte. Nach Beginn der Angriffe der USA und von Israel auf den ‌Iran am 28. Februar sind die Energiepreise stark gestiegen.

Die Verbraucher rechnen auch auf mittlere Sicht ​mit einer erhöhten Inflation. In den kommenden ​drei Jahren erwarten sie eine ​durchschnittliche Teuerungsrate von 2,9 Prozent. Im März waren sie ‌sogar von 3,0 Prozent ausgegangen. Die EZB strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent an. Diese ​lag ​im April mit ⁠3,0 Prozent aber bereits deutlich über ​der Zielmarke.

Im Spannungsfeld ⁠von Inflationsgefahr und Konjunkturrisiken infolge des Iran-Krieges ‌muss die EZB ihren Zinskurs neu abstecken. An den Finanzmärkten wird für die ‌EZB-Ratssitzung am 11. Juni mit einer ​ersten Zinserhöhung in diesem Jahr gerechnet.

(Reuters)