Der 61-Jährige soll den Posten am 1. Juni für acht Jahre antreten. Zuvor hatten sich die Finanzminister der Länder mit der Gemeinschaftswährung Euro für Vujcic ausgesprochen. Der Posten wird frei, weil der aktuelle Vizechef der EZB, der Spanier Luis de Guindos, Ende Mai planmässig aus dem Amt scheiden wird.
Bislang steht Vujcic Kroatiens Notenbank vor. Die Nachfolge von de Guindos ist nicht der einzige Spitzenposten bei der EZB, der zuletzt im Fokus stand. Die Amtszeit von EZB-Präsidentin Christine Lagarde endet im Oktober 2027. Über die Nachfolge der Französin wird bereits spekuliert - auch weil es Berichte über einen vorzeitigen Abtritt Lagardes gab. Mit Bundesbank-Präsident Joachim Nagel und EZB-Direktorin Isabel Schnabel warfen unter anderem zwei Deutsche schon ihren Hut in den Ring.
Bei der Postenbesetzung haben die Verhandler üblicherweise im Blick, dass es zwischen kleinen und grossen, südlichen und nördlichen Euroländern ein Gleichgewicht gibt. Das gilt auch für das Verhältnis von Befürwortern einer harten Geldpolitik und den Verfechtern eines eher lockeren Kurses.
(AWP)

