Der Rückgang der weltgrössen Kryptowährung Bitcoin belief sich allein am Montag auf 2,7 Prozent. In Singapur wurde der Bitcoin noch zu 33'741 Dollar gehandelt. Ether, die zweiwichtigste Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, verliert 4,6 Prozent. 

Die schlechte Stimmung um die Coins war schon Wochenende allgegenwärtig, und sie hat sich im Montagshandel fortgesetzt. Weil die US-Notenbank Fed an der Zinsschraube dreht und den Märkten Liquidität entzieht, wenden sich mehr und mehr Investoren von spekulativen Anlagen ab - und dies überall auf der Welt. 

Dollar-Peg-Stablecoin fällt unter ein Dollar

Ein negatives Signal, das zu mehr Vorsicht führt, ist der Wert von TerraUSD oder UST. Dabei handelt es sich um einen algorithmischen Stablecoin, der an sich an den Dollar angebunden sein sollte. Doch der Wert rutschte am Wochenende unter ein Dollar. Inzwischen hat sich der Kurs erholt.

Die steigenden Zinsen gäben privaten und institutionellen Anlegern einen Grund, erstmals über den Kryptomarkt nachzudenken, sagt Edul Patel, CEO von Mudrex, einer algo-basierten Krypto-Investmentplattform. "Der Abwärtstrend dürfte sich über die nächsten Tage fortsetzen." Patel hält es für denkbar, dass Bitcoin das 30'000-Dollar-Level austesten wird.

Unter dem Level von 32'970 Dollar wäre Bitcoin so tief wie im Juli 2021. Seit Anfang Jahr ist Bitcoin um 27 Prozent zurückgekommen. Bei Aktien und Anleihen beträgt das Minus je rund 10 Prozent, während Gold um 2,5 Prozent zugelegt hat. 

(Bloomberg/cash)