Der französische Zementhersteller Lafarge, der zum Schweizer Unternehmen Holcim gehört, sowie acht ehemalige Führungskräfte wurden am Montag vom Pariser Strafgericht der Terrorfinanzierung in den Jahren 2013 und 2014 für schuldig befunden. Sie sollen Gruppen von Dschihadisten bezahlt haben, damit diese eine Fabrik mitten im syrischen Bürgerkrieg in Betrieb halten.

Das Unternehmen zahlte laut Urteil des Gerichts an drei Dschihadisten-Gruppen, darunter den Islamischen Staat (IS), insgesamt fast 5,6 Millionen Euro. Das Gericht betonte, dass dies den Gruppen die «Vorbereitung von Terroranschlägen» ermöglichte, darunter die Anschläge in Frankreich im Januar 2015.

«Diese Art der Finanzierung terroristischer Organisationen, insbesondere des IS, war entscheidend für die Kontrolle der Terrorgruppe über die natürlichen Ressourcen in Syrien», erklärte die Vorsitzende des Gerichts, Isabelle Prévost-Desprez. Das Geld habe es der Terrorgruppe ermöglicht, Terrorakte in der Region und im Ausland, insbesondere in Europa, zu finanzieren.

(AWP)