Seit Juli 2022 steht die Firma mit Firmenzentrale im Tessin unter Verdacht, in der Schweiz beim Bezug von Kurzarbeitsentschädigungen betrogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Tessin startete eine Untersuchung und ebenso das Seco.

Das Seco habe gegenüber den Tochtergesellschaften von Lastminute verfügt, dass diese die gesamten Bezüge in der Höhe von rund 29 Millionen Euro in voller Höhe zurückzahlen müssen, teilte Lastminute am Freitag mit.

Das System, dass die Schweizer Tochtergesellschaften von Lastminute zur Überwachung der im betroffenen Zeitraum geleisteten Arbeitsstunden eingerichtet hätten, habe nicht alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt, so die Begründung des Seco laut der Mitteilung.

Lastminute will nun den Entscheid des Seco prüfen und im Anschluss über das weitere Vorgehen entscheiden. Wie am Vortag kommuniziert, wurden für diesen Fall bereits 34 Millionen Euro zurückgestellt.

Am Donnerstag hatte der Online-Reiseanbieter mitgeteilt, dass fast die gesamte Führungsriege ausgetauscht wird.

(AWP)