Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 361,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Die definitiven Zahlen publiziert Lastminute am 2. April.

Das Unternehmen führt das Umsatzwachstum auf eine «konsequente operative Umsetzung über das gesamte Jahr hinweg» sowie auf die hohe Nachfrage nach Ferienreisen zurück. Besonders die sogenannten «dynamischen Ferienpakete» haben sich erneut als zentraler Wachstumstreiber erwiesen. Dabei handelt es sich um in Echtzeit kombinierte Reiseangebote, bei denen Flüge, Hotels und weitere Leistungen flexibel zu einem Gesamtpaket gebündelt werden.

Dazu kommt eine tiefere Vergleichsbasis. Denn 2024 hatte der Online-Reiseanbieter noch einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Dieser war darauf zurückzuführen, dass der Billigfluganbieter Ryanair im ersten Halbjahr Online-Reisebüros den Zugang zu seinen Tickets verwehrt hatte.

Profitabilität auf bereinigter Basis gestiegen

Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) nahm im vergangenen Jahr gar um 33 Prozent auf 54,9 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge stieg damit um 2 Prozentpunkte auf 15,2 Prozent.

Die verbesserte Profitabilität ist laut Unternehmen von operativer Disziplin und strategischem Fokus getragen. Hinzu kommt die starke Entwicklung des margenstarken Geschäfts mit den Ferienpaketen.

Unter dem Strich blieb dennoch ein deutlich tieferer Reingewinn von 11,6 Millionen Euro - ein Minus von 26 Prozent. In der Medienmitteilung wird der Rückgang zwar nicht begründet, Restrukturierungskosten wegen der Schliessung des Kreuzfahrtgeschäfts dürften das Ergebnis aber erheblich gedrückt haben. Für das dritte Quartal hatte Lastminute dafür Kosten von 6,2 Millionen Euro genannt.

Zweistelliges Wachstum erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt Lastminute ein Umsatzwachstum im Bereich von «etwa 10 Prozent» in Aussicht. Auch beim bereinigten EBITDA erwartet das Management eine Steigerung von «etwa 10 Prozent».

Gleichzeitig verweist die Gruppe auf die zeitliche Verschiebung von Ostern im ersten Halbjahr, was sich auf das saisonale Buchungsmuster auswirke. Zudem gebe es einen anhaltenden Trend zu späteren Buchungen. Dadurch seien die Halbjahreszahlen aussagekräftiger als die Ergebnisse der ersten beiden Quartale.

Zum Online-Reiseanbieter zählen neben der Marke lastminute.com auch Volagratis, Rumbo, weg.de, Bravofly, Jetcost und Hotelscan.

(AWP)