Die Kanzlei International Rights Advocates wirft dem Schokoladenhersteller Lindt&Sprüngli vor, seine Bemühungen zur Bekämpfung von Kinderarbeit in den Kakao-Bezugsländern Ghana und der Elfenbeinküste falsch darzustellen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend schrieb.

Lindt&Sprüngli habe zwar verkündet, Kinderarbeit in seiner Lieferkette beenden zu wollen, profitiere aber weiterhin davon, hiess es laut Bloomberg in der Klage, die an einem Gericht im District of Columbia eingereicht wurde. Die Kanzlei warf dem Konzern vor, kaum etwas zur Verhinderung der Kinderarbeit zu unternehmen.

Der Schokoladehersteller wies laut Bloomberg die Anschuldigungen zurück. Dieselben Vorwürfe seien auch anderen Schokoladenproduzenten gemacht worden. Das Schweizer Unternehmen erklärte, Lieferantenprotokolle erstellt zu haben und systematisch Verdachtsfälle von Kinderarbeit in der Lieferkette zu untersuchen.

Lindt&Sprüngli hatte im vergangenen Jahr das Ziel ausgegeben, ab 2026 ausschliesslich Kakao von Lieferanten zu beziehen, die über ein Überwachungssystem für Kinderarbeit verfügen.

(AWP)