Zwar hat der Computerzubehör-Hersteller im wichtigen Weihnachtsquartal klar besser als erwartet abgeschnitten, konnte die Sorgen über eine möglicherweise sinkende PC-Nachfrage oder künftige Chip-Engpässe wohl nicht ganz zerstreuen. Logitech verlieren gegen 9.30 Uhr 1,0 Prozent auf 71,52 Franken.

In der ersten halben Handelsstunde zeigte sich die Aktie sehr volatil und sackte teils bis auf 68,98 Franken ab, kurz danach gelang aber zwischenzeitlich sogar der Sprung in den grünen Bereich. Bereits seit Mitte Dezember zeigt der Kurs klar nach unten und mittlerweile stehen Verluste von rund 25 Prozent zu Buche. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI zeigt sich mit minus 0,7 Prozent ebenfalls im Rückwärtsgang.

Zwar hat Logitech am Vorabend erklärt, dass die eigenen Produkte kaum von möglichen Engpässen bei Speicherchips betroffen seien. Und auch die Nachfrage nach neuen PCs, die aufgrund steigender Komponentenpreise wohl im kommenden Jahr sinken dürfte, wirke sich nicht gravierend aus, so das Management. Die ZKB sieht in diesen Punkten aber einen grossen Unsicherheitsfaktor. Denn der Preisanstieg für Memory Chips dürfte das Segment Videokollaboration «voll treffen», spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2026, so Analyst Christian Bader.

Händler hatten sich zudem nach diesem starken dritten Quartal für das jetzt neu gestartete Jahresviertel einen etwas optimistischeren Ausblick gewünscht. «Das sorgt offenbar bei einigen für lange Gesichter», so ein Börsianer.

Andere Experten wie die UBS, Vontobel oder auch Berenberg werten die reinen Zahlen derweil als durchwegs positiv und klar über den Schätzungen. Sie erwarten zumindest für das laufende vierte Geschäftsquartal eine Erhöhung der Konsenserwartungen und rücken die breite Diversifikation von Logitech in den Fokus. Auch die hohe Kostendisziplin und die damit erreichte Marge wird gelobt.

(AWP)