Die Aktien von Logitech legen im frühen Handel eine rasante Achterbahnfahrt an den Tag. Zunächst ging es um mehr als vier Prozent bis auf 76,00 Franken abwärts. Kurz darauf ging es bis auf 81,26 Franken nach oben.

Nach einer halben Stunde notieren die Titel mit 0,15 Prozent auf 80,26 Franken im Plus. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI gewinnt am Mittwoch indes 1,4 Prozent.

Der Computerzubehörhersteller hat mit den Resultaten zwar positiv überrascht. Einige Analysten verweisen allerdings auf die Unsicherheit des Nahostkonflikts, ausserdem ist von Gewinnmitnahmen die Rede.

UBS-Experte Joern Iffert spricht in seinem Kommentar von einem gemischten Ausblick ausgehend von einer hohen Basis. Die geplanten Investitionen in Wachstum sieht er derweil als die richtige Strategie an. Das Makroumfeld bleibe herausfordernd und es wäre nach der jüngsten Kurserholung nicht verwunderlich, wenn einige Gewinnmitnahmen einsetzten.

Die Bank Vontobel erhöht derweil in einer ersten Reaktion das Kursziel für die Aktie auf 101 von 96 Franken und bleibt bei der Kaufempfehlung. Die Ergebnisse hätten die Erwartungen übertroffen mit rekordhohen Margen und einem sehr starken Cashflow, fasst es Analyst Michael Foeth zusammen. Auch wenn die Unsicherheiten mit Blick auf die Konsumausgaben und die Geopolitik bestehen blieben, halte Logitech an seiner offensiven Strategie fest mit dem Fokus auf Innovation angesichts des Umbruchs im Markt durch KI. Unterstützt werde dies durch eine grundsolide Bilanz.

Bei der ZKB zeigt sich Analyst Christian Bader ebenfalls erfreut über die Zahlen und auch den Ausblick. Er hält die Angst vor einem bevorstehenden Einbruch des Marktes für Peripheriegeräte aufgrund des Preisanstieges bei Speicherchips für stark übertrieben. Denn der Absatz hänge vom Ersatzbedarf und Innovationen und nicht vom Verkauf neuer PCs ab. Die Aussagen von Logitech an der Telefonkonferenz hätten alle seine Argumente für die «Übergewichten»-Bewertung bestätigt.

(AWP)