Das dritte Geschäftsquartal ist für Logitech traditionell das umsatzstärkste und damit wichtigste Jahresviertel. Denn in diesen Zeitraum fallen sowohl die «Black Week» als auch das Weihnachtsgeschäft. Analysten setzen darauf, dass trotz der etwas gedämpften Konsumstimmung in den USA die Zahlen dank der starken Marke und den Marktanteilsgewinnen von Logitech gut ausfallen werden.

Das wäre auch für Anleger wichtig, denn die Aktie befindet sich seit Wochen auf dem Rückzug. Während sie Anfang Dezember noch knapp 97 Franken kostete, sind es heute noch 73 Franken.

Die Aktie ist vor allem wegen Schätzungen von sinkenden Computer-Verkäufen im 2026 unter Druck. Zuletzt stufte Morgan Stanley den Sektor herab und warnte vor einer Verlangsamung der Nachfrage, da die Unternehmen angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit und der steigenden Komponentenkosten ihre Ausgaben einschränken.

«Ein perfekter Sturm aus nachlassender Nachfrage, Inflation der Inputkosten und hohen Bewertungen zeichnet sich ab, was uns dazu veranlasst, bis 2026 defensiver zu werden», schreiben die Analysten von Morgan Stanley.

So könnte es für Logitech durchaus nicht einfach werden, trotz möglicherweise guten Geschäftszahlen zum dritten Quartal den Markt zu überzeugen. Für das dritte Geschäftsquartal wird gemäss einer AWP-Umfrage unter acht Analysten im Schnitt ein Umsatz von 1,404 Milliarden US-Dollar erwartet. Das entspricht einem Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von 1 bis 4 Prozent. Der Non-GAAP EBIT (Betriebsgewinn) soll bei 283,3 Millionen Dollar liegen. Der Non-GAAP-Reingewinn wird gemäss der Durchschnittschätzung bei 254,7 Millionen Dollar

Das Hauptgeschäft von Logitech mit Peripherie-Geräten für den PC hängt stark von der grundsätzlichen Nachfrage nach Computern ab. Da von Experten mit steigenden Preisen gerechnet wird, könnte dies die Nachfrage bremsen, was sich auch negativ auf Logitech auswirken könnte. Entsprechend seien auch Vorzieheffekte möglich, was wiederum die aktuellen Umsätze stärker ankurbeln würde.

Logitech will stark im Gaming-Segment mit neuen Innovationen punkten. Und auch der asiatische Markt ist ein wichtiger Stützpfeiler des Wachstums. So bescheinigte CEO Hanneke Faber China ein sehr gutes Momentum, der Markt wachse schnell, sagte sie Ende Oktober.

(cash/AWP)