Der Pharma-Auftragsfertiger Lonza erzielte einen Umsatz von 3,4 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 16 Prozent in Lokalwährung entspricht - begünstigt durch eine günstige Phasenverteilung und eine tiefe Vorjahresbasis.

Das Core-Ebitda stieg um 27 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken, die entsprechende Marge verbesserte sich um 4,4 Prozentpunkte auf 34,8 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Damit übertrafen sowohl das Core-Ebitda als auch die Core-Ebitda-Marge die Analystenerwartungen, während der Umsatz in etwa im Rahmen der Schätzungen lag.

Für das Gesamtjahr 2026 hebt Lonza die Prognose für die Core-Ebitda-Marge auf 33 bis 34 Prozent an, nach bisher über 32 Prozent, und bestätigt ein Umsatzwachstum von 11 bis 12 Prozent in Lokalwährung.

Zudem kündigte der Wirkstoffhersteller die Erweiterung seiner aseptischen Abfüllkapazitäten für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate am Standort Stein an und plant nach dem erwarteten Abschluss des Verkaufs der Kapseln-und-Gesundheitszutaten-Sparte vor Ende 2026 ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Franken.

Neues Aktienrückkauf-Programm

Lonza will nach dem Abschluss des Verkaufs der CHI-Sparte eigene Aktien zurückkaufen. Nach dem Abschluss der Transaktion, der bis Ende 2026 erwartet wird, sei ein Aktienrückkauf über 500 Millionen Franken geplant, teilte Lonza am Mittwoch mit den Halbjahreszahlen mit. Der restliche Verkaufserlös soll organisches Wachstum und Übernahmen finanzieren.

Die nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Sparte Capsules & Health Ingredients (CHI) habe sich im ersten Halbjahr wie erwartet entwickelt, heisst es weiter. Der Umsatz legte zu konstanten Wechselkursen um 6,3 Prozent auf 541 Millionen Franken zu, die Core-EBITDA-Marge stieg auf 26,8 Prozent.

Lonza hatte im März den Verkauf der Sparte Capsules & Health Ingredients (CHI) an die Beteiligungsgesellschaft Lone Star angekündigt. Mit der Transaktion vollzieht das Unternehmen den Umbau zu einem reinen Auftragsentwickler und -hersteller (CDMO). Lonza erhielt den damaligen Angaben zufolge zunächst 1,7 Milliarden Franken in bar und behielt vorerst eine 40-prozentige Beteiligung, sodass der Gesamterlös laut Lonza mindestens 3 Milliarden Franken betragen soll.

(AWP)