Zudem wurde beim 2026er-Ertragsziel das untere Ende der bisherigen Spanne angehoben. Investoren hatten sich aber noch mehr erhofft und stuften die neuen Ziele als konservativ und vorsichtig ein. Die im Stoxx 50 notierte Aktie fiel am Donnerstagmittag um vier Prozent und war damit einer der schwächsten europäischen Standardwerte.

Die LSE-Aktie rutschte auch auf Jahressicht ins Minus. Seit Ende 2025 gab der Kurs etwas mehr als ein Prozent nach, während der Stoxx 50 um knapp zehn Prozent anzog. Noch deutlicher fällt das Minus bei den LSE-Aktien im Vergleich zum Rekordhoch im Februar 2025 aus. Seitdem sackte der Kurs um fast 30 Prozent ab.

Zudem entwickelten sich die LSE-Papiere in den vergangenen fünf Jahren deutlich schlechter als die Anteile des Konkurrenten Deutsche Börse . Seit dem Sommer 2021 zog der Kurs des Dax-Konzerns um fast 90 Prozent an, während der Börsenwert der LSE nur um knapp ein Fünftel nach oben kletterte. Gemessen an der Marktkapitalisierung liegen die beiden Unternehmen daher jeweils bei rund 50 Milliarden Euro.

Die LSE rechnet jetzt mit einem um Sondereffekte bereinigten Erlösplus von 7 bis 7,5 Prozent anstatt zuvor 6,5 bis 7,5 Prozent. Bei der Marge basierend auf dem bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) peilt die LSE jetzt ein Plus von einem Prozentpunkt an, anstatt wie bisher 0,8 bis 1,0 Punkten.

In den ersten sechs Monaten legten die operativen Erträge bereinigt um Währungseffekte um 8,4 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Pfund (5,6 Mrd Euro) zu. Der bereinigte operative Gewinn zog um 14 Prozent auf gut 2,5 Milliarden Pfund an, wie das Unternehmen in London mitteilte. Die Marge kletterte um 3,2 Prozentpunkte auf 52,7 Prozent. Die Zwischendividende wurde etwas stärker als von Experten erwartet angehoben. Zudem kündigte der Börsenbetreiber weitere Aktienrückkäufe an.

(AWP)