Das Lübecker Unternehmen plant, den Börsenhandel Anfang März aufzunehmen, und strebt an, durch die Ausgabe neuer Aktien rund 40 Millionen Euro einzunehmen. Der Eigentümer, die Possehl-Gruppe, beabsichtigt zudem, eine ungenannte Anzahl bestehender Aktien im Rahmen des Angebots zu veräussern, wie das Unternehmen am Montag mitgeteilt hat.
Der Börsengang von Gabler könnte von der steigenden Nachfrage der Investoren nach Werten aus der Rüstungsindustrie profitieren, in der das Unternehmen im vergangenen Jahr 75 Prozent seines Pro-forma-Nettoumsatzes erwirtschaftete. Der Sektor war ein wesentlicher Treiber der europäischen Aktienrallye im Jahr 2025. Es wird erwartet, dass die rasche Ausweitung der Militärausgaben in der Region in den kommenden Jahren für kräftigen Rückenwind sorgen wird.
Die Emission folgt auf starke Debüts des gepanzerten Fahrzeug- und Munitionsherstellers CSG in Amsterdam im letzten Monat sowie des Marineschiffbauers TKMS, dessen Aktie nach der Abspaltung von Thyssenkrupp im Oktober zulegte. Der deutsche Rüstungszulieferer Vincorion und der Panzerbauer KNDS gehören zu den weiteren Unternehmen der Branche, deren Börsengang in diesem Jahr erwartet wird, wie Bloomberg News berichtete.
Gabler ist ein führender Anbieter von ausfahrbaren U-Boot-Masten, die es den Schiffen ermöglichen, ihre Umgebung zu beobachten und zu überwachen. Das Unternehmen meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen konsolidierten Pro-forma-Nettoumsatz von rund 62 Millionen Euro und einen Auftragsbestand von 359 Millionen Euro zum Jahresende.
Gabler bedient mehr als 250 Kunden, darunter 25 Seestreitkräfte. Das Unternehmen will zudem vom verstärkten Fokus auf kritische Infrastrukturen profitieren, indem es autonome Unterwasserfahrzeuge und Überwachungssysteme liefert.
Cantor Fitzgerald begleite das Angebot als Konsortialführer, hiess es in der Mitteilung.
(Bloomberg/cash)

