Marc Hamburg darf bis Mai 2037 jährlich bis zu 30 Flugstunden auf mittelgrossen Jets nutzen, die von der Berkshire-Tochter NetJets betrieben werden. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung mit. Der Vorteil kann im Todesfall auf seine Ehefrau übertragen werden und kostet Berkshire schätzungsweise rund 490'000 Dollar pro Jahr.
Hamburg gibt seinen Posten im Juni ab und wird von Charles Chang ersetzt. Nach einer einjährigen Übergangsphase wird er nach 40 Jahren im Unternehmen endgültig in den Ruhestand gehen. In einer Erklärung zur Personalie im vergangenen Dezember lobte Berkshire-Chef Warren Buffett insbesondere Hamburgs Integrität und Urteilsvermögen. «Er hat mehr für dieses Unternehmen getan, als viele Aktionäre jemals erfahren werden», schrieb Buffett damals. «Sein Einfluss war aussergewöhnlich.»
Berkshire Hathaway befindet sich derzeit in einem bedeutenden Führungswechsel, nachdem Buffett im vergangenen Jahr angekündigt hatte, sich als Vorstandschef zurückziehen zu wollen. Greg Abel, der inzwischen die Führung des Konzerns aus Omaha übernommen hat, ordnet das Top-Management neu. Unter anderem wurde erstmals seit Jahrzehnten wieder eine Position als Chefjustiziar geschaffen. Ausserdem trennt sich Berkshire sowohl von Hamburg als auch vom langjährigen Aktienmanager Todd Combs, der zu JPMorgan Chase wechselt.
Hamburgs Nachfolger Charles Chang, bisher Finanzchef von Berkshire Hathaway Energy, erhält in seiner neuen Funktion laut Mitteilung ein Grundgehalt von 8 Millionen Dollar jährlich. Das ist beinahe doppelt so viel wie Hamburgs Vergütung im Jahr 2025.
(Bloomberg)
