Der Fahrdienstanbieter Lyft hat die Anleger mit einem schwachen Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht und seine Aktie damit auf Talfahrt geschickt. Als Grund nannte der Uber-Konkurrent am Dienstag schwere Winterstürme in den USA, die auf die Nachfrage drückten. Der bereinigte Kerngewinn werde im ersten Quartal zwischen 120 und 140 Millionen Dollar liegen. Analysten hatten im Schnitt mit 139,4 Millionen gerechnet. Die Lyft-Aktie gab im nachbörslichen Handel um 14 Prozent nach.
Der schwache Ausblick ist ein Rückschlag für Lyft und überschattete die Ankündigung eines Aktienrückkaufs im Volumen von einer Milliarde Dollar. Zudem wies das Unternehmen für das Gesamtjahr 2025 überraschend einen operativen Verlust von 188,4 Millionen Dollar aus. Analysten hatten hier einen Gewinn von 33,3 Millionen Dollar erwartet. Der neue Aktienrückkauf ergänzt ein früheres Programm über 750 Millionen Dollar, das Anfang vergangenen Jahres angekündigt worden war.
Im abgelaufenen vierten Quartal übertraf Lyft dagegen die Erwartungen. Der bereinigte Kerngewinn lag bei 154,1 Millionen Dollar, erwartet worden waren 147,1 Millionen. Der Umsatz blieb mit 1,59 Milliarden Dollar zwar unter den Schätzungen von 1,76 Milliarden. Dies lag aber an Rückstellungen für Rechts-, Steuer- und Regulierungsangelegenheiten in Höhe von 168 Millionen Dollar. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Umsatz bei rund 1,8 Milliarden Dollar gelegen, erklärte Lyft.
Lyft war zuletzt auf Erholungskurs. Das Wachstum wurde 2025 durch die Expansion nach Europa, Angebote von Premium- und grösseren Fahrzeugen sowie Partnerschaften angetrieben. Rund ein Viertel der Fahrten im vierten Quartal waren den Angaben zufolge mit einer Partnerschaft verbunden. Die Allianz mit dem Essenslieferdienst DoorDash entwickelte sich besonders stark.

