Maersk teilte am Montag mit, ein weiterer Containerdienst des gemeinsamen «Gemini»-Netzwerks werde ⁠künftig wieder auf dieser Strecke fahren, statt wie zuletzt den langen Umweg um ‌das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen. Die ‌Entscheidung sei gemeinsam mit Hapag-Lloyd ​nach einer eingehenden Prüfung der Sicherheitslage im Roten Meer getroffen worden. Als erstes Schiff werde die «Berlin Maersk» die Strecke westwärts befahren. Viele internationale Grossreedereien haben das Seegebiet wegen der Sicherheitslage seit der Jahreswende 2023/2024 weitgehend gemieden.

Bisher ‌wurden praktisch alle Schiffe um die Südspitze Afrikas umgeleitet, weil Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen auf die Handelsschifffahrt befürchtet wurden und in Einzelfällen auch ​erfolgten. Die Milizen handelten während des im Oktober 2023 ​ausgebrochenen Gaza-Kriegs nach eigenen Angaben aus Solidarität ​mit der Hamas, die wie sie selbst vom Iran unterstützt wird. Als sich ‌die Lage etwas zu entspannen begann, nahm Hapag-Lloyd zusammen mit dem Partner Maersk Anfang Juli einen ersten Dienst über den wichtigen Seeweg wieder ​auf. Auch dabei ​werden Maersk-Schiffe eingesetzt.

Mit der ⁠schrittweisen Rückkehr in den Suezkanal ist das Problem ​im Nahen Osten ⁠für Hapag-Lloyd und Maersk aber noch längst nicht gelöst, da die ‌Schifffahrt in der Strasse von Hormus durch den Konflikt zwischen dem Iran und den USA weiter extrem beeinträchtigt ist. ‌Hapag-Lloyd ist Deutschlands grösste Containerreederei und weltweit die Nummer ​fünf. Maersk rangiert nach MSC international auf Platz zwei.

(Reuters)