Der US-Spielwarenhersteller Mattel hat mit schwachen Quartalszahlen und einem mauen Ausblick die Anleger verschreckt. Die Aktie des Barbie-Herstellers sackte ‌am ⁠Dienstag nachbörslich um rund 21 Prozent ab. Als Grund für die Entwicklung ⁠nannte Mattel Zurückhaltung der Verbraucher angesichts von Inflation und Konjunktursorgen.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Mattel ‌mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,18 ‌bis 1,30 Dollar. Analysten hatten ​laut LSEG-Daten im Schnitt bislang 1,75 Dollar erwartet. Auch der Konkurrent Hasbro hat ein verhaltenes Umsatzwachstum für das laufende Jahr in Aussicht gestellt.

Im abgelaufenen vierten Quartal blieb Mattel ebenfalls hinter den Prognosen zurück. Der Nettoumsatz stieg ‌zwar um sieben Prozent auf 1,77 Milliarden Dollar, erwartet worden waren aber 1,84 Milliarden. Der bereinigte Gewinn lag mit 39 Cent je Aktie unter den Schätzungen ​von 54 Cent. Starke Rabattaktionen im Dezember hätten die ​Margen belastet, sagte Konzernchef Ynon Kreiz der ​Nachrichtenagentur Reuters.

Mattel versucht derzeit, sein Geschäft breiter aufzustellen. Der Konzern will ein Unterhaltungsportfolio um ‌seine bekannten Marken aufbauen. Dabei hofft das Unternehmen, den Erfolg des Kassenschlagers «Barbie» aus dem Jahr 2023 zu wiederholen. Geplant sind unter anderem ein «Masters of the ​Universe»-Film ​im Juni und ein «Matchbox»-Film auf Apple TV ⁠im Oktober.

Um im Bereich der selbst ​veröffentlichten digitalen Spiele zu ⁠wachsen, übernimmt Mattel zudem für 159 Millionen Dollar die restlichen 50 Prozent ‌an dem bisherigen Gemeinschaftsunternehzmen Mattel163. Zudem wurde eine mehrjährige Lizenzvereinbarung mit Paramount Skydance angekündigt, um ab 2027 Produkte zu den «Teenage Mutant ‌Ninja Turtles» zu entwickeln und zu vermarkten. Mattel legte ​zudem ein Programm zum Rückkauf von Aktien im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar auf, das bis 2028 abgeschlossen sein soll.