Es herrsche Krieg, und die Bürger der EU-Staaten würden nicht mehr ruhig schlafen können, erklärt der Ex-Präsident. Es müsse zwar noch geklärt werden, wem die in Rumänien abgestürzte Drohne gehöre. Die europäischen Politiker sollten sich jedoch nicht empören, da sie sich direkt an einem Krieg gegen Russland beteiligten.
Solche Vorfälle würden sich weiter ereignen, insbesondere dort, wo Drohnen für die Ukraine hergestellt würden, so Medwedew. Zudem kündigt das russische Aussenministerium eine rasche Reaktion auf die Schliessung des russischen Konsulats im rumänischen Constanța durch die Regierung in Bukarest an.
Die Nato wirft Moskau wegen des Vorfalls rücksichtsloses Verhalten vor und betont ihre Bereitschaft, jeden Zentimeter des Bündnisgebiets zu verteidigen. Rumänischen Angaben zufolge war in der Nacht eine russische Drohne bei einem Angriff auf die benachbarte Ukraine in ein Wohngebäude in dem Nato-Mitgliedstaat eingeschlagen.
Auch die deutsche Regierung verurteilte den Drohnen-Einschlag in Rumänien. Dieser zeige erneut Russlands Bereitschaft zur Eskalation, schreibt Kanzler Friedrich Merz auf der Plattform X.
«Deutschland steht an der Seite unserer Nato-Verbündeten», betont Merz zugleich. «Der Vorfall zeigt erneut: Wir brauchen eine starke Nato-Präsenz an der Ostflanke. Wir sind bereit, das Bündnisgebiet zu verteidigen.» Aussenminister Johann Wadephul äussert sich auf X ähnlich. «Unsere Antwort ist Einheit», schreibt er. «Wir werden weiterhin (die Ukraine) und die europäische Verteidigung in (der Nato) stärken.»
Rumänien wies derweil den russischen Konsul in der Hafenstadt Constanța aus und schloss das dortige Konsulat. Dies erklärte Präsident Nicușor Dan nach dem Einschlag einer Drohne in ein Wohngebäude. Zudem gebe es Vereinbarungen mit Nato-Verbündeten, vorübergehend militärische Ausrüstung nach Rumänien zu verlegen, bis das Land seine eigene Luftverteidigung modernisiert habe, sagt Dan weiter.
(Reuters)

