Eine Mehrzahl der Schweizerinnen und Schweizer wäre es egal, wenn es keine Fünfräppler mehr gäbe. In einer repräsentativen Umfrage, welche die Universität St. Gallen im Auftrag des Edemetallhändlers Philoro durchgeführt hat, sprachen sich 54 Prozent für eine Abschaffung der kleinsten Münzeinheit aus.
Regional zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede. Im Tessin sprechen sich 80 Prozent für eine Abschaffung des Fünfrappenstücks aus, in der Romandie 68 Prozent. In der Deutschschweiz seien die Meinungen indes ausgeglichen, schrieb Philoro am Dienstag in einer Medienmitteilung.
Aktuell steht die Abschaffung des Fünfrappen-Stücks zwar nicht auf der politischen Agenda, sie wurde in jüngerer Vergangenheit aber bereits diskutiert. In der Antwort auf einen Vorstoss von SVP-Nationalrat Roland Büchel sprach sich der Bundesrat 2013 gegen einen Verzicht auf die kleinste Münze aus. Er verwies damals unter anderem auf hohe Umstellungskosten sowie darauf, dass die Herstellungskosten unter fünf Rappen pro Stück lagen und die Produktion für den Bund somit kein Verlustgeschäft darstelle.
Inzwischen hat sich die Marktlage jedoch verändert. Während damals die Herstellungskosten eines Fünfräpplers unter dem Wert der Münze lag, dürften sie nun nur schon alleine aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise höher liegen.
(AWP)

