Die Gesundheitsausgaben in den USA sind im Jahr 2024 kräftig gestiegen. Sie legten um 7,2 Prozent auf 5,3 Billionen Dollar zu, wie die zuständige US-Behörde Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) am Mittwoch mitteilte. Gründe dafür waren vor allem mehr Versicherte und eine stärkere Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Die Gesundheitsausgaben machten damit 18 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus und wuchsen schneller als die US-Wirtschaft insgesamt.
Den grössten Anstieg verzeichneten die Verwaltungskosten der Regierung, die um 14,7 Prozent zulegten. Die Behörde führte dies auf Änderungen bei der staatlichen Krankenversicherung für Geringverdiener (Medicaid) zurück. Nach dem Auslaufen von Corona-Sonderregelungen mussten viele Menschen ihren Versicherungsstatus neu klären. Auch die Ausgaben für nicht-ärztliche Fachkräfte und die häusliche Pflege nahmen mit über zehn Prozent deutlich zu. Zudem trugen höhere Krankenhauspreise zu dem Anstieg bei. Sie stiegen so stark wie seit 2007 nicht mehr.
Insgesamt stieg die Zahl der privat Versicherten um 3,5 Prozent auf 214,3 Millionen Menschen. Einen besonders starken Zuwachs gab es bei den über das als «Obamacare» bekannte Gesetz «Affordable Care Act» (ACA) abgeschlossenen Versicherungen. Ihre Zahl wuchs um mehr als 30 Prozent auf 21,1 Millionen. Ein Grund dafür war, dass Menschen, die ihren Anspruch auf die staatliche Medicaid-Versicherung verloren hatten, sich über eine Sonderfrist bei den ACA-Plänen anmelden konnten.
(Reuters)

