Der US-Pharmakonzern Merck ist einem Medienbericht zufolge nicht mehr in Gesprächen über den Kauf ‌des ‌Krebsmedikamentenentwicklers Revolution Medicines. Die Gespräche seien abgekühlt, nachdem die Unternehmen keine Einigung über den Preis erzielen konnten, berichtete das «Wall ​Street Journal» am Sonntag unter ‌Berufung auf Insider. Es sei ‌aber möglich, dass die Gespräche wieder aufgenommen würden oder ein anderer Käufer für Revolution auftauchen könnte.

Merck und Revolution reagierten nicht sofort auf Anfragen von Reuters ⁠nach einer Stellungnahme ausserhalb der üblichen Geschäftszeiten.

Die «Financial Times» hatte jüngst berichtet, Merck sei in Gesprächen, um Revolution für ​bis zu 32 Milliarden Dollar zu kaufen. ‌Das hätte Merck Zugang ‍zu dem experimentellen Medikament Daraxonrasib verschafft, das sich in der ​späten Phase der Erprobung befindet und von der US-Arzneimittelbehörde im Schnellverfahren geprüft wurde.

Vor dem «FT»-Bericht hatte das «Wall Street Journal» berichtet, ‌der Merck-Rivale AbbVie habe ⁠Interesse an Revolution. Daraufhin hatten Revolution-Aktien ‌stark zugelegt. AbbVie dementierte jedoch später, Interesse zu haben.

An der Börse ‍ist Revolution aktuell knapp 23 Milliarden Dollar wert. Die Papiere hatten am Freitag mit ​rund 117 Dollar geschlossen. Anfang Januar ‍waren sie noch für unter 80 Dollar zu haben gewesen.

(Reuters)