Die Sparte «Meta Compute» soll zukünftig die weltweiten Rechenzentren und Partnerschaften mit Zulieferern bei der Entwicklung einer sogenannten Superintelligenz verantworten, wie Konzernchef Mark Zuckerberg am Montag bekannt gab. Dabei handelt es sich um einen technologischen Meilenstein, bei dem Maschinen den Menschen intellektuell überlegen sind.
Geleitet werden soll die neue Sparte von Metas Infrastruktur-Chef Santosh Janardhan und Daniel Gross, den Meta im vergangenen Jahr von Safe Superintelligence (SSI) abgeworben hatte. Zudem stösst die ehemalige Goldman-Sachs-Managerin und Ex-Beraterin von US-Präsident Donald Trump, Dina Powell McCormick, als Präsidentin und stellvertretende Vorsitzende zum Unternehmen.
Zuckerberg will für diese Projekte massiv Rechenzentren und die dazu notwendigen Energiekapazitäten ausbauen. Der damit verbundene Stromverbrauch entspräche dem von Kleinstädten oder sogar kleinen Ländern. Um den Energiebedarf zu decken, hat Meta 20-jährige Verträge über den Kauf von Strom aus drei Vistra-Kernkraftwerken in den USA abgeschlossen.
Die Neuausrichtung hin zur KI geht einem Medienbericht zufolge mit einem Stellenabbau in der Metaverse-Sparte einher. Wie die Zeitung «New York Times» berichtete, sind von den Entlassungen in dieser Woche überproportional Mitarbeiter betroffen, die an Virtual-Reality-(VR)-Headsets und einem VR-basierten sozialen Netzwerk arbeiten. Die Headsets hätten bei den Verbrauchern keinen Anklang gefunden, obwohl das Unternehmen zweistellige Milliardensummen in deren Entwicklung investiert habe. Meta lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Zugleich wächst unter Investoren die Sorge über die steigenden Ausgaben von Meta für die KI-Entwicklung. Der Facebook-Mutterkonzern hat für 2025 Investitionen von bis zu 72 Milliarden Dollar angekündigt. Von den Kürzungen weitgehend ausgenommen ist dem Bericht zufolge jedoch die Sparte, die an Augmented Reality arbeitet. Die dort entwickelten Ray-Ban-Sonnenbrillen mit Kamera und persönlichem KI-Assistenten seien ein Überraschungserfolg und hätten sich mehr als zwei Millionen Mal verkauft. Meta erklärte, man gebe das Metaverse nicht auf, sondern definiere neu, wie es aussehen könnte.
(Reuters)

