Die Facebook-Mutter Meta will ihre Investitionen in KI-Rechenzentren 2026 auf 115 bis 135 Milliarden Dollar nahezu verdoppeln. Dennoch könne mit einem weiteren Anstieg des operativen Gewinns gerechnet werden, ​prognostizierte der Konzern am Mittwoch.

Der US-Konzern stützte seinen ‌Optimismus auf überraschend starke Geschäftszahlen. Bei ‌Investoren kam all dies gut an. Meta-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel an der Wall Street zeitweise um mehr als zehn Prozent.

Im vergangenen Jahr wuchs das Betriebsergebnis den Angaben zufolge um 20 Prozent auf 83,28 Milliarden Dollar. Der Konzernumsatz ⁠legte um 22 Prozent auf 200,97 Milliarden Dollar zu. Motor dieser Entwicklung waren erneut die Werbeeinnahmen, erläuterte Meta-Finanzchefin Susan Li in einer Telefonkonferenz. Daran werde sich ​in den kommenden Jahren nichts ändern. Die Preise für Online-Anzeigen ‌lägen derzeit etwa sechs Prozent über dem Vorjahresniveau.

‍Die Gründe hierfür seien eine wachsende Nachfrage und eine verbesserte Wirkung der Werbung. Mit ​der neuen Meta-Software Advantage+ können Kunden automatisierte und personalisierte Kampagnen schalten. Analysten zufolge stösst dieses Angebot bei Werbetreibenden auf wachsendes Interesse.

Im Rennen um die technologische Führung bei ‌Künstlicher Intelligenz (KI) hatte Meta vor einigen Monaten ⁠einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die vierte Generation der ‌KI Llama lieferte nicht den erhofften Leistungsschub. Seither arbeitet Meta an einigen neuen KI-Modellen, die Meta-Technologiechef Andrew Bosworth ‍zufolge vielversprechend sind. Sie würden zunächst intern genutzt.

Parallel dazu arbeitet der Konzern an einer «Künstlichen Allgemeinen Intelligenz» (Artificial General Intelligence, AGI). Sie gilt als ​der Heilige Gral der Branche und als potenzielles Multimilliardengeschäft. Diese ‍Programme können Aufgaben selbstständig erledigen und sind nicht auf menschliche Anweisungen angewiesen.