Die Produktion der Chips «Iris» werde im September anlaufen, hiess es in einem internen Schreiben des US-Unternehmens, das die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag einsehen konnte. In der sechswöchigen Testphase seien keine grösseren Probleme aufgetreten. Meta lehnte eine Stellungnahme ab. «Iris» ist eine Gemeinschaftsentwicklung mit dem Halbleiter-Anbieter Broadcom. Produziert werden die Chips beim weltgrössten Auftragsfertiger TSMC.
Mit dem Projekt will sich der Facebook-Mutterkonzern unabhängiger von Halbleiterherstellern wie Nvidia oder AMD machen. Zudem verspricht sich Meta von der Eigenentwicklung erhebliche Einsparungen beim Ausbau der KI-Infrastruktur für seine Plattformen Instagram und Facebook. Meta investiert 2026 den Angaben zufolge einen dreistelligen Milliardenbetrag in den Bau neuer Rechenzentren mit einer Leistungsaufnahme von sieben Gigawatt. Im kommenden Jahr soll sich dieser Wert auf 14 Gigawatt verdoppeln.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat Meta darüber hinaus langfristige Lieferabkommen mit Zulieferern wie dem Speicherchip-Anbieter Samsung, dem Festplatten-Hersteller Sandisk oder dem Glasfaser-Spezialisten Sumitomo Electric geschlossen. Derartige Vereinbarungen sind in der Technologiebranche inzwischen üblich, da durch den Bauboom bei KI-Rechenzentren bestimmte Komponenten wie Speicherbausteine knapp sind. Sandisk wollte sich zu dem Meta-Auftrag nicht äussern. Die beiden anderen Unternehmen reagierten nicht auf Anfragen.
(Reuters)

