Geschäftsführer Gunter Erfurt sprach am Montag von einem wichtigen Schritt, "um die massive Abhängigkeit Deutschlands bei der Energieversorgung der Zukunft zu reduzieren".
Das Unternehmen prüfe nun das Interessenbekundungsverfahren und seine Bedingungen. Die Erwartung sei, dass damit der deutschen Solarindustrie nachhaltig faire und verlässliche Wettbewerbsbedingungen bei der Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen ermöglicht werden, erklärte Erfurt auf dpa-Anfrage.
Meyer Burger hat in Deutschland Produktionsstätten in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Dort werden Solarzellen und Solarmodule gefertigt. Erfurt hatte jüngst ein massives Ungleichgewicht der Bedingungen seiner Branche zwischen Deutschland und den USA bzw. China kritisiert und gedroht, geplante Investitionen in Deutschland abzubrechen und in die USA zu verlagern. Dazu wurde auf weitaus bessere Förderbedingungen in Übersee verwiesen.
Das deutsche Wirtschaftsministerium hatte am Freitag eine Förderung für Solarfirmen angekündigt, die Kapazitäten auf- oder ausbauen. In einem ersten Schritt starte ein Interessenbekundungsverfahren für eine Investitionskostenförderung. Die Industrie soll so unterstützt werden, dauerhaft eine Photovoltaik-Produktion in Deutschland aufzubauen. Den Angaben nach sollen Zuwendungen bis zu der Höhe gewährt werden, die ein gleichwertiges Investitionsprojekt in einem Nicht-EU-Staat nachweislich erhalten würde, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.
(AWP)
