Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 3,5 Punkte auf 49,8 Zähler. Damit wurde eine erste Erhebung in Höhe von 47,6 Punkte etwas deutlicher nach oben korrigiert als von Volkswirten im Schnitt erwartet.
Mit Blick auf die Unterindikatoren des Konsumklima-Index verschlechterten sich die Bewertung der aktuellen Lage und die Erwartungen nicht ganz so deutlich wie zunächst ermittelt.
«Der Rückgang der Stimmung war über alle politischen Lager, Einkommensklassen, Altersgruppen und Bildungsniveaus hinweg zu beobachten», schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. Die Erwartungen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung hätten sich sowohl für den kurz- als auch für den langfristigen Zeithorizont verschlechtert. Der Iran-Krieg scheine die Stimmung der Verbraucher vor allem durch Preisschocks bei Benzin und möglicherweise auch bei anderen Gütern zu beeinflussen.
Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen von 3,8 auf 4,7 Prozent. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) legten von 3,2 auf 3,5 Prozent zu. Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im März war die Inflationsrate auf 3,3 Prozent gestiegen.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.
(AWP)

