Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte auf 1,2 Milliarden Franken, nachdem er im Vorjahr 484 Millionen betragen hatte. Grund für den steilen Anstieg seien vor allem Sondereffekte aus Unternehmensverkäufen, teilte der Detailhandelsriese am Dienstag in einem Communiqué mit.
Gesamthaft trieben 2025 die Einmaleffekte den EBIT um 400 Millionen Franken nach oben. Im Vorjahr war es umgekehrt gelaufen: Da hatten die Restrukturierungen und Abschreiber das Ergebnis des Migros-Konzerns 2024 um 440 Millionen Franken nach unten gedrückt. Am stärksten hatte damals der Ausstieg aus dem Fachmarktgeschäft zu Buche geschlagen. So hatte sich der Konzern unter anderem von SportX, Melectronics, Bikeworld, Do it + Garden, Obi, Micasa, Misenso oder Bestsmile getrennt.
2025 wurde die Kosmetiktochter Mibelle veräussert und der Verkauf des Reiseveranstalters Hotelplan Group vollzogen. Nach ihrem grössten Konzernumbau ihrer Geschichte konzentriert sich die Migros künftig auf die Bereiche Detailhandel, Finanzdienstleistungen und Gesundheit.
Ohne Einflüsse des Konzernumbaus ist die Profitabilität 2025 allerdings zurückgegangen. Der Betriebsgewinn ohne Sondereffekte fiel 2025 auf 812 Millionen Franken von 924 Millionen im Vorjahr.
Mehr Umsatz im fortgeführten Geschäft
Wie bereits im Januar bekannt gegeben, sank der Umsatz der Migros-Gruppe im Jahr 2025 um 1,9 Prozent auf 31,9 Milliarden Franken. In der Umsatzzahl seien noch Anteile verkaufter Unternehmen enthalten. «Ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr ist deshalb nur eingeschränkt möglich», schrieb die Migros.
In den verbleibenden Geschäftsfeldern sei der Umsatz dagegen um 1,1 Prozent auf 29,4 Milliarden Franken gestiegen. Deutlich zugelegt hätten insbesondere der Onlinehändler Digitec Galaxus und die Gesundheitsdienstleistungen mit den Medbase-Praxen, hiess es weiter.
Allerdings verliert der Migros-Konzern in seinem Kerngeschäft Marktanteile an die Konkurrenz: Die Migros-Läden (+0,1 Prozent) und Denner (+0,9 Prozent) sind im vergangenen Jahr nur schwach gewachsen, während der Gesamtmarkt (+1,9 Prozent) deutlich zulegte. Anders sieht es beim Onlinehändler Galaxus und dem Gesundheitsanbieter Medbase aus.
(AWP)

