«Wir investieren nicht, wir stellen nicht einmal zehn Cent bereit», sagte Trump am Mittwoch am Rande des G7-Gipfels in Frankreich. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass im Rahmen eines geplanten Abkommens zwischen den USA und dem Iran ein privater Investitionsfonds von 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Landes vorgesehen sei. Mehr als die Hälfte dieser Summe sei zugesagt, hiess es. Der Fonds solle beiden Seiten einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, ein endgültiges Abkommen zu schliessen.
Eine Sprecherin des Weissen Hauses verwies auf ein Interview von US-Vizepräsident JD Vance vom Montag. Vance erklärte darin, der Iran könne Zugang zu einem von den Golfstaaten unterstützten Fonds erhalten, wenn das Land die Vereinbarungen einhalte. Dies umfasse den Abbau des Atomprogramms, die Vernichtung von angereichertem Material und die Akzeptanz strenger Kontrollen. Trump dämpfte jedoch die Erwartungen an rasche Zusagen der Golfstaaten. Diese würden sich wohl zurückhalten, bis das Verhalten des Iran klarer sei.
Der geplante «Fonds für Wiederaufbau und Entwicklung» ist dem Insider zufolge ein rein privates Investitionsinstrument ohne staatliche Gelder oder Zuschüsse. Unternehmen aus den USA, Südkorea, Japan, Singapur, Malaysia, den Golfstaaten, Südamerika und Afrika haben demnach Zusagen gemacht. Die Investitionen sollen in Energie, Logistik, Industrie und Transport fliessen, etwa in Stahlwerke, Raffinerien und Flughäfen. Der Fonds werde erst nach dem Abschluss eines endgültigen Abkommens aktiv. Ein am Freitag zu unterzeichnendes Memorandum soll den Prozess für die kommenden 60 Tage strukturieren. Das pakistanische Aussenministerium war neben dem iranischen an der Vermittlung des Fonds-Abkommens beteiligt. Stellungnahmen der Ministerien lagen zunächst nicht vor.
Die USA und der Iran bereiten sich darauf vor, die Vereinbarung am Freitag zu unterzeichnen. Beide Staaten hatten sich am Sonntag auf einen Rahmen zur Beendigung ihres am 28. Februar begonnenen Konflikts geeinigt. Die Führung in Teheran hatte iranischen Regierungskreisen zufolge ursprünglich 400 Milliarden Dollar an Kriegsentschädigungen von den USA gefordert, was Washington jedoch ablehnte.
(Reuters)

