Die Prognose für das Jahr 2027 der Bank Vontobel für die Dividende des Telekommunikationsanbieters Mobilezone steigt auf 1,00 Franken von 90 Rappen. Damit würde das Unternehmen 10 Rappen je Aktie mehr ausschütten als momentan und seinen Ruf als Dividendenperle weiter festigen - ein Ruf, der in der Dividendenrendite von 6 Prozent durchweg Rückhalt findet.

Zugleich sollte der operative Cashflow einen Schuldenabbau ermöglichen, schreibt Vontobel-Analyst Mark Diethelm. Er hat auch seine Schätzungen für Umsatz und Gewinn angepasst, da Mobilezone die E-Commerce-Plattform Apfelkiste.ch gekauft hat, wie am Freitag vermeldet wurde.

Die Transaktion wird nach Einschätzung des Experten einen positiven Effekt haben. Die Prognose für den Umsatz der Jahre 2026 und 2027 hebt er um 18 beziehungsweise 34 Prozent, jene für den Gewinn auf Stufe EBIT um 23 respektive 43 Prozent an. Zudem geht er von einer Margensteigerung um 0,85 Prozentpunkte im Jahr 2027 aus. Der Gewinn auf Stufe EBITDA des Jahres 2027 würde dann «in Richtung des für das Geschäftsjahr 2028 gesetzten Ziels von 70 Millionen Franken steigen», so Diethelm.

Er hat das Kursziel für den Telekommunikationsanbieter auf 15 von 14 Franken angehoben und das «Hold»-Rating bestätigt. Damit sieht er die Aktie so gut wie ausgereizt, denn sie wird bereits zu 15 Franken gehandelt. Demnach werden Anleger lediglich von der Dividende, nicht aber von Kursgewinnen profitieren. Am Montag fallen die Titel von Mobilezone um 2 Prozent. Die Verunsicherung aufgrund der Zuspitzung im Nahost-Konflikt prägt das Investorenverhalten offensichtlich. Auch der Gesamtmarkt gibt markant nach (minus 1,9 Prozent).

Über einen längeren Zeitraum betrachtet, ist die Aktie von Mobilezone deutlich gestiegen. Im August 2025 bezahlte man noch rund 10 Franken pro Anteilsschein. In der Spitze, die vor wenigen Tagen erreicht wurde, waren es 15,80 Franken. Wesentlicher Kurstreiber war der Verkauf des Deutschland-Geschäfts. Dieser wurde im Oktober angekündigt, im Dezember folgte die Vollzugsmeldung. Das Unternehmen und sein Management blickten «nun fokussiert auf unseren Heimmarkt Schweiz», liess Markus Bernhard, Delegierter des Verwaltungsrates, damals wissen.

Mit dem Verkauf des deutschen Geschäftsbereichs ende ein schwieriges Kapitel, der Fokus auf die Schweiz sei erfreulich, resümierte Mark Diethelm in seiner Notiz von Anfang Jahr - und erhöhte das Preisziel für die Aktien von Mobilezone auf 13 von 12 Franken. Es wurde schon bald deutlich übertroffen.

(cash)