Der Mietertrag soll im laufenden Jahr wie versprochen organisch um 3 Prozent wachsen, sagte das Management von Mobimo an einem Kapitalmarkttag in der Aarauer Aeschbachhalle, einem der Vorzeigeprojekte aus dem Portfolio. Der Erfolg aus Entwicklungen und Verkaufspromotion werde im Rahmen von rund 25 Millionen Franken erwartet.

Für den Zeitraum 2026 bis 2030 strebt die Immobilienfirma zusätzliche Mieteinnahmen von rund 17 Millionen Franken durch die Fertigstellung von Projekten aus der bestehenden Projektpipeline an. Gegenüber 2025 sollen die Mieterträge um über 10 Prozent wachsen. Der Erfolg aus Entwicklungen wird durchschnittlich über 20 Millionen Franken erwartet.

An der aktuellen Dividendenpolitik will Mobimo bis 2030 festhalten. Zusätzliche Ergebnisbeiträge sollen weiterhin aus dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft stammen. Zur Beurteilung der nachhaltigen Ausschüttungskraft will sich Mobimo künftig neben dem EPRA-Gewinn verstärkt an den Funds from Operations (FFO I) orientieren. Die Dividendenfähigkeit bleibe damit hoch, hiess es weiter.

Portfolio soll auf über 4,5 Milliarden wachsen

Bis 2030 soll das Immobilienportfolio auf über 4,5 Milliarden Franken wachsen. Ende 2025 lag der Portfoliowert bei knapp 3,9 Milliarden Franken. Alleine 400 Millionen an Wachstum sollen durch die bereits in der Pipeline befindlichen Projekte kommen, weitere 100 Millionen über die Aufwertung des bestehenden Portfolios. Hinzu kämen potenzielle Akquisitionen.

Der Anteil an Mieteinnahmen aus Wohnimmobilien soll zudem bis 2030 auf bis zu 50 Prozent steigen. Ende 2025 lag er bei 41 Prozent.

Mit Blick auf die Finanzierung rechnet Mobimo beim aktuellen Zinsniveau aufgrund anstehender Refinanzierungen und des zusätzlichen Fremdkapitalbedarfs bis 2030 mit einem leichten Anstieg der Zinskosten im mittleren einstelligen Millionenbereich. Die Umsetzung der bestehenden Pipeline sei aus heutiger Sicht dennoch ohne zusätzliches Eigenkapital möglich.

Der EPRA-Loan-to-Value (LTV) sowie die Eigenkapitalquote sollen langfristig weiterhin im mittleren 40 Prozent-Bereich liegen.

Warnung vor Verschärfung der Lex Koller

Im Rahmen des Kapitalmarkttages bezog die Unternehmensführung auch Stellung zu aktuellen politischen Entwicklungen im Schweizer Immobilienmarkt. Laut CEO Daniel Ducrey hätte die vom Bundesrat geplante Verschärfung der Lex Koller zwar kaum Einfluss auf die operative Tätigkeit, wohl aber auf die Wahrnehmung am Kapitalmarkt.

Die geplante Verschärfung würde dem Wohnungsmangel in der Schweiz nicht entgegenwirken, so Ducrey. Für Mobimo wie auch andere börsenkotierte Immobilienunternehmen - und -fonds wäre jedoch die Dekotierung die Folge. An der Börse sei es nicht möglich, die Staatsangehörigkeit sämtlicher Aktionäre zu prüfen.

Ohne Börsenkotierung würden insbesondere die Handelbarkeit der Aktie, der Zugang zu frischem Kapital und die Sichtbarkeit bei Investoren leiden. Entsprechend appellierte Ducrey an die anwesenden Investoren und Analysten, sich in der Vernehmlassung gegen die Verschärfung starkzumachen.

Die Anleger an der Börse reagierten verhalten auf die bestätigte Guidance und die angekündigte Strategie. Gegen 15 Uhr notierten die Titel von Mobimo um gut 1,6 Prozent tiefer auf 358,69 Franken.

(AWP)