Bei den präklinischen Daten stehen die Prüfkandidaten MP0632 und MP0712 im Mittelpunkt, wie Molecular Partners am Sonntagabend mitteilte. Der Wirkstoff MP0632 wirkt demnach wie ein intelligenter Schalter: Es wird nur dann aktiv, wenn eine Zelle zwei bestimmte Merkmale gleichzeitig aufweist, die typisch für Krebszellen sind. Dadurch kann das Medikament gezielt Tumorzellen angreifen und gesunde Zellen weitgehend schonen.

In ersten Tests zeigte sich, dass Tumore schrumpfen konnten und dabei nur geringe Nebenwirkungen auftraten. Besonders vielversprechend ist der Einsatz bei Eierstockkrebs und ähnlichen Tumorarten.

MP0712, ein radioaktiver Eiweisswirkstoff, verfolgt einen anderen Ansatz: Es bringt gezielt radioaktive Strahlung direkt in den Tumor. Dazu bindet es sich an bestimmte Strukturen auf Krebszellen und gibt dort die Strahlung ab. So soll die Wirkung möglichst auf den Tumor begrenzt bleiben, während gesundes Gewebe geschont wird. Der Kandidat wird bereits in einer frühen klinischen Studie in den USA bei Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs getestet.

(AWP)