Die Raumkapsel Orion sei um 17.00 Ortszeit vor ⁠der Küste Südkaliforniens im Pazifischen Ozean gelandet, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa am ‌Samstag mit. Dort sei die vierköpfige Besatzung ‌von Bergungskräften in Empfang genommen ​worden. Die drei US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen hatten sich bei ihrer Mondumrundung 406'773 Kilometer von der Erde entfernt - weiter als jeder ‌andere Mensch.

Die Mission «Artemis II» gilt als Generalprobe für eine 2028 geplante Mondlandung. Das langfristige Ziel ist der Aufbau einer dauerhaften Mondstation. ​Von dort sollen Flüge zum Mars starten. Das ​gesamte «Artemis»-Programm hat seit 2012 mindestens ​93 Milliarden Dollar gekostet, schätzen Experten.

Die Nasa setzt dabei verstärkt auf Zulieferer ‌aus der Privatwirtschaft. Die Schwerlastrakete SLS, die die Orion in den Weltraum transportiert, wurde von den US-Konzernen Boeing und Northrop Grumman entwickelt. ​Lockheed ​Martin baut die Raumkapsel. Um ⁠den Auftrag für eine künftige Mondlandefähre konkurrieren ​die Weltraumfirmen SpaceX ⁠und Blue Origin der Milliardäre Elon Musk und Jeff Bezos.

Deutsche ‌Firmen leisten ebenfalls einen Beitrag: Das Servicemodul der Orion, in dem sich der Antrieb sowie die Wasser- ‌und Sauerstofftanks für die Mannschaft befinden, wird ​im Bremer Airbus-Werk montiert. Auch einige der beim aktuellen Flug mitgeführten Messgeräte stammen aus Deutschland.

(Reuters)