Der Luftfahrtzulieferer Montana Aerospace hat im ersten Quartal 2026 deutlich schwächer abgeschnitten als im Vorjahr. Dies ist allerdings auf den Verkauf des Energiesegments im vergangenen September zurückzuführen. Klammert man diesen Effekt aus, hat das Unternehmen zugelegt.

Der Umsatz sank um fast 40 Prozent auf 248,2 Millionen Euro, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Auf einer like-for-like Basis legte das Unternehmen hingegen um 4,1 Prozent zu. Getragen sei dieses Wachstum insbesondere durch höhere Produktionsvolumina und Marktanteilsgewinne im Segment Aerostructures.

Das Aerostructures-Segment wuchs um 5,5 Prozent auf 233,5 Millionen Euro. Montana profitiere von der steigenden globalen Nachfrage im Luftverkehr sowie der Modernisierung von Flugzeugflotten, die zu hohen Auftragsbeständen bei den Kunden führen. Rückläufig entwickelte sich dagegen das Segment Alpine Metal Tech. Hier schlug ein Umsatzrückgang von 14,1 Prozent auf 14,7 Millionen Euro zu Buche, welchen das Management mit der Verschiebung von Auslieferungen erklärt.

Reingewinn verdoppelt

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um knapp 17 Prozent auf 40,6 Millionen Euro. Like-for-like erhöhte sich der EBITA um 5,8 Prozent auf 40,6 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich leicht auf 16,4 von 16,1 Prozent.

Das Wachstum wurde vor allem durch steigende Umsätze und höhere Margen getragen. Für die kommenden Monate rechnet die Gesellschaft mit weiteren Margenverbesserungen infolge Produktionsvolumina.

Unter dem Strich resultierte ein verdoppelter Gewinn. Dieser belief sich auf 10,5 Millionen Euro, nach 5,3 Millionen in der Vorjahresperiode. Der bereinigte Vorjahresgewinn von 4,5 Millionen Euro lässt den Gewinnsprung noch deutlicher ausfallen.

Ziele bestätigt

Die Ziele für das Gesamtjahr 2026 wurden bestätigt. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Nettoumsatz von mehr als 1 Milliarde Euro und ein bereinigtes EBITDA von mehr als 185 Millionen Euro. Zudem geht das Unternehmen von einem positiven Reinergebnis, Free Cashflow sowie einer Netto-Cash-Position aus.

Auch für 2027 hat die Gruppe bereits Ziele genannt. Dann strebt das Unternehmen einen Nettoumsatz von rund 1,1 Milliarden Euro und ein EBITDA von mehr als 210 Millionen Euro an.

(AWP)