«Montana Aerospace ist inzwischen dividendenfähig», sagte Michael Pistauer, der bis Ende 2025 Co-CEO war und im Verwaltungsrat des Unternehmens sitzt. «Wir peilen daher für 2025 eine Gewinnausschüttung an, in Form einer Dividende oder in Form eines Aktienrückkaufprogramms.» Es werde einen entsprechenden Vorschlag an die Generalversammlung geben.

Er begründete dies mit den sich abzeichnenden guten operativen Zahlen. Zwar habe die Dollarschwäche beim Finanzergebnis zu negativen Effekten geführt. Doch diese seien nicht cashwirksam gewsen. «Und beim Cashflow sind wir stark.»

Wachstum über Markt

Zudem seien die Aussichten für den Hersteller von Flugzeugteilen glänzend. «Wir werden weiterhin über dem Markt wachsen», betonte Kai Arndt, der seit Anfang Jahr alleiniger CEO des Unternehmens ist. Basis dafür sei eine besondere Marktstellung, die auf Metall-Know-how basiere.

Rückenwind gebe ausserdem ein Branchentrend: «Jeder grosse Flugzeugbauer sucht Zulieferer, die einen möglichst grossen Teil der Wertschöpfungskette abbilden können», so Arndt. Der Trend gehe daher in Richtung weniger, aber verlässlicherer Anbieter. Die verkauften Pakete würden daher grösser. Der Marktanteil bei gewissen Teilen des Flugzeuges liege inzwischen deutlich über 50 Prozent.

Übernahmen? «Lassen Sie sich überraschen...»

Wachsen möchte das Unternehmen auch über Zukäufe. «Wir schauen uns ständig nach interessanten Unternehmen um, die in unsere Wertschöpfungsstruktur passen», so Pistauer. «Wir hoffen, 2026 wird in dieser Hinsicht ein spannendes Jahr.» Und er fügte vielsagend hinzu: «Lassen Sie sich überraschen...»

Dank eines niedrigen Verschuldungsgrades seien die finanziellen Möglichkeiten vorhanden. Von der Grössenordnung her würden Zukäufe mit einem Umsatz von 50 bis rund 300 bis 400 Millionen Euro angepeilt.

(AWP)