Nach einer leicht positiven Eröffnung fallen die Aktien von Dottikon ES am Montag im frühen Handel um 2 Prozent auf 304 Franken. Damit setzt sich der Trend vom Freitag fort. Die Aktien des Pharmazulieferers aus Dottikon AG sackten vor dem Wochenende um 21 Prozent ab. Der Titel eliminierte sein Jahresplus und fiel auf den tiefsten Stand seit Mitte November zurück.
Anlass für die Abgaben waren die Jahreszahlen, die vom Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) bis auf den Cashflow als «auf allen Ebenen enttäuschend» eingestuft wurden. Dottikon ES stellt Veredelungschemikalien, Zwischenprodukte und Exklusivwirkstoffe für die chemische, Biotech- und pharmazeutische Industrie her.
Das Wachstum im zweiten Halbjahr sei tiefer ausgefallen als erwartet. Allerdings sei die Vergleichsbasis viel höher gewesen und das Timing der verschiedenen Hochfahrprojekte beziehungsweise deren Einfluss auf den Umsatz schwer abschätzbar, so die ZKB.
Als Grund für die Margenrückgänge nannte das Unternehmen höhere Abschreibungen infolge von Aktivierungen neuer Anlagen sowie gestiegene Personal- und Materialkosten. Während des Hochfahrens neuer Anlagen generieren diese noch kaum Umsätze - die dafür notwendigen Mitarbeiter wurden aber bereits angestellt.
Einen konkreten Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2025/27 gab Dottikon ES nicht ab. Für den globalen Medikamentenmarkt wird jedoch geschätzt, dass dieser nach Ausgaben zu Rechnungspreisen bis ins Jahr 2030 jährlich im Durchschnitt um rund 5 bis 8 Prozent wachsen wird.
CEO und VR-Präsident Markus Blocher hält gut 65 Prozent an Dottikon.
(cash/AWP)
