Der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, tritt von seinem Amt zurück. Brende begründete den Schritt in einer Mitteilung vom Donnerstag damit, dass das Forum seine Arbeit ohne Ablenkungen fortsetzen solle. Er blicke auf achteinhalb lohnende Jahre zurück, erklärte der frühere norwegische Aussenminister.
In einer zweiten Mitteilung erklärten die Co-Vorsitzenden des Stiftungsrats, André Hoffmann und Larry Fink, sie akzeptierten die Entscheidung Brendes. «Wir möchten Børge Brende unseren aufrichtigen Dank für seine bedeutenden Beiträge zum Weltwirtschaftsforum aussprechen», lassen sich die Co-Präsidenten in der Mitteilung zitieren. «Sein Engagement und seine Führungsqualitäten sind von grosser Bedeutung gewesen und haben zu einer erfolgreichen Jahrestagung in Davos geführt.»
Dem Rücktritt ging eine unabhängige Untersuchung zu den Kontakten Brendes zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein durch externe Anwälte voraus. Diese sei nun abgeschlossen und habe keine weiteren Bedenken über das bereits Bekannte hinaus ergeben, hiess es in der Mitteilung weiter.
Einer Offenlegung des US-Justizministeriums zufolge hatte der Norweger drei Geschäftsessen mit Epstein und kommunizierte auch per E-Mail und SMS mit dem US-Millionär.
Zum Interimspräsidenten wurde der gegenwärtige Managing Director des WEF, Alois Zwinggi, ernannt. Der Stiftungsrat werde nun die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge einleiten.
(fReuters/cash)
