Die Vereinigten Staaten und China hätten vorläufige Ergebnisse bei Zöllen, Agrarthemen und Flugzeugen erzielt, erklärte das Handelsministerium in Peking am Samstag. Über Details werde weiter verhandelt.

China erklärte zudem, dass beide Seiten sich darauf verständigt haben, einen Handelsrat und einen Investitionsrat einzurichten. Über den Handelsrat sollen auch Zollsenkungen für bestimmte Produkte besprochen werden. Grundsätzlich bestehe Einigkeit, in vergleichbarem Umfang Zölle auf bestimmte Produkte zu senken. Auch beim Handel mit Agrargütern deutete Peking Fortschritte an.

Die USA hatten bereits zuvor über die Pläne für einen Handelsrat und einen Investitionsrat berichtet. In einem Faktenpapier bezeichnete das Weisse Haus die Gremien am Sonntag nun als «Eckpfeiler» einer «historischen Vereinbarung». Der Handelsrat soll den beiden Ländern demnach ermöglichen, Handel mit Gütern in unbedenklichen Bereichen zu koordinieren. Der Investitionsrat wiederum solle ein Forum auf Regierungsebene für die Erörterung investitionsbezogener Fragen bieten.

Konkrete Zahlen nennt Peking nicht

Das chinesische Handelsministerium sprach in seiner Mitteilung von Absprachen über chinesische Flugzeugkäufe in den USA sowie über die Versorgung Chinas mit Flugzeugtriebwerken und Ersatzteilen. US-Präsident Trump hatte zuvor gesagt, China werde 200 Boeing -Flugzeuge kaufen.

Das hält das Weisse Haus als Ergebnis von Trumps China-Reise auch so in seinem Faktenpapier fest. Dort ist zudem davon die Rede, dass China in den kommenden beiden Jahren jeweils Agrarprodukte im Wert von mindestens 17 Milliarden US-Dollar (etwa 14,6 Mrd. Euro) kaufen wolle, für das laufende Jahr gelte der Wert anteilig. Diese Zusage gelte zusätzlich zu einer früheren Vereinbarung zum Kauf von Sojabohnen, heisst es.

Insgesamt blieb die chinesische Darstellung vorsichtiger als die der US-Seite: Peking nannte keine konkreten Angaben zu Umfang, Wert oder Zeitplan der Vereinbarungen.

(AWP)