Die Aktien des Biotechnologieunternehmen Idorsia verlieren 5,8 Prozent auf 6,13 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) 0,9 Prozent tiefer steht. Der Titel hat seit Jahresbeginn 51 Prozent verloren.

Citigroup nimmt die Bewertung für Idorsia mit "Sell" und einem Kursziel von 5,50 Franken wieder auf. Dies impliziert ein weiteres Abwärtspotenzial von 10 Prozent.

Er sei nach wie vor besorgt über die Tragfähigkeit des aktuellen Geschäftsmodells, schreibt Analyst Peter Verdult. So gäbe es keine eindeutigen Beweise für stark ansteigende Umsätze beim Schlafmittel Quviviq, das Engagement von J&J für Aprocitentan oder einen klaren Finanzierungspfad zur Erreichung der Gewinnschwelle. Er passe sein Modell an, um beispielsweise die jüngsten Quviviq-Umsatztrends und die geplante Veräusserung von Pivlaz einfliessen zu lassen.

Zuletzt erhielt Idorsia von Jean-Paul Clozel, der CEO, Verwaltungsrat und grösster Aktionär der Gesellschaft ist, eine Brückenfinanzierung in der Höhe von 75 Millionen Franken. Damit sei die Liquidität bis Ende Juli gesichert, hiess es in einer Mitteilung von Ende Juni. In der Zwischenzeit werde nach wie vor versucht, einen Deal in Asien abzuschliessen. Dieser könnte bis zu 400 Millionen Franken einbringen.

Das Biotechunternehmen hat im ersten Quartal 2023 einen deutlichen Verlust geschrieben. Grund für die roten Zahlen sind neben den anhaltend hohen Forschungsausgaben insbesondere die Vertriebskosten für das Schlafmittel Quviviq (Daridorexant). 

(AWP/cash)