Ziel sei ‌es, ⁠die heimische Entwicklung besser mit den internationalen Märkten abzustimmen, teilten ⁠mehrere Ministerien und Aufsichtsbehörden in einer gemeinsamen Erklärung mit. «Wir werden E-Commerce-Unternehmen ‌ermutigen, direkte Beschaffungsbasen in Übersee einzurichten, ‌den Import von hochwertigen ​und unverwechselbaren Produkten auszuweiten und eine 'Überholspur' für globale Waren zu schaffen, die auf den chinesischen Markt gelangen», hiess es in der Mitteilung weiter. Dabei solle ein Gleichgewicht ‌zwischen Förderung und Regulierung sowie zwischen Effizienz und Fairness gefunden werden. Zudem seien Pilotzonen für den grenzüberschreitenden Online-Handel ​geplant.

Die neuen Vorgaben wurden eine Woche ​nach dem Besuch einer Delegation ​von EU-Abgeordneten in der Volksrepublik erlassen. Bei der ersten derartigen ‌Reise seit acht Jahren hatten die Parlamentarier eine Schwemme gefährlicher Produkte in der Europäischen Union sowie den eingeschränkten ​Zugang ​zum chinesischen Markt kritisiert. Die ⁠EU hatte im vergangenen Monat eine ​Reform ihres Zollsystems ⁠beschlossen. Diese zielt vor allem auf chinesische Online-Plattformen ‌ab, denen beim Verkauf illegaler oder unsicherer Produkte Strafen drohen. In den neuen chinesischen Richtlinien ‌wird der Handel mit Europa jedoch ​nicht explizit erwähnt.

(Reuters)