Die Valoren von Also zeigen am Mittwoch eine starke Gegenreaktion auf die Kursverluste vom Vortag. Der Titel zieht gegen 09.30 Uhr um 8,55 Prozent an, nachdem dieser am Dienstag massiv unter Druck stand und den Tag mit einem Minus von 31 Prozent auf dem Tagestief beendete. Damit fiel die Aktie auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Jahren.
Der IT-Grosshändler hatte bei den vorgelegten Zahlen für 2025 nicht zu überzeugen vermocht. Den Analysten der Zürcher Kantonalbank missfiel dabei primär der vorsichtige Ausblick. Da fiel selbst die vom Unternehmen in Aussicht gestellte Dividendenerhöhung ausser Rang und Traktanden.
Als grösster europäischer Informationstechnologieanbieter sei Also eigentlich sehr gut positioniert, um vom zusätzlichen Investitionsschub zu profitieren, der mittelfristig durch KI ausgelöst werden dürfte, meint die Helvetische Bank am Dienstag in einem Kommentar. Jedoch habe sich diese Position in den letzten Jahren nicht in steigenden Gewinnkennzahlen manifestiert und das Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr sei erneut eher ernüchternd ausgefallen.
Die Experten der Helvetischen Bank würden nun jedoch auf keinen Fall mehr das Handtuch werfen, denn die fundamentalen Treiber seien intakt und die Bilanz sehr solide. Diese erlaubt auch weitere Zukäufe oder Aktienrückkäufe. In der Penetration von bestehenden Märkten wie Frankreich, Italien oder Spanien und der neuen geografischen Gebiete (UK, USA, naher Osten) sieht die Zürcher Privatbank ebenfalls grosses Potenzial.
Schliesslich habe Also in der Vergangenheit bereits mehrmals bewiesen, dass sie sehr erfolgreich akquirieren und integrieren kann. Deshalb meint die Helvetische Bank abschliessend: «Wir würden bei den Also-Aktien dementsprechend aktuell eher Positionen auf- oder ausbauen, als nun die Geduld zu verlieren.»
(cash)
