Ein mit Flüssigerdgas (LNG) beladenes Schiff ⁠ist am Montag auf dem Weg nach Pakistan aus der Meerenge ausgefahren, ‌wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG und von ‌Kpler hervorging. Bereits am Samstag ​verliess ein Supertanker mit irakischem Rohöl für China die Region. Beide Schiffe sassen fast drei Monate lang fest und gehören zu einer Handvoll Tanker, die den Persischen Golf in diesem ‌Monat über eine vom Iran vorgeschriebene Transitroute verlassen.

Bereits in der vergangenen Woche hatten sich drei grosse Rohöltanker mit sechs Millionen Barrel ​auf den Weg nach China und Südkorea gemacht. ​Am Sonntag meldete die iranische Nachrichtenagentur ​Fars unter Berufung auf die Marine der iranischen Revolutionsgarden, dass binnen 24 ‌Stunden 33 Schiffe die Meerenge mit einer Genehmigung des Iran passiert hätten.

Dennoch bleiben die Auswirkungen des Konflikts auf die Handelsschifffahrt ​massiv: ​Etwa 20'000 Seeleute sitzen ⁠weiterhin auf Hunderten von Schiffen im Persischen ​Golf fest. Vor ⁠Ausbruch des Krieges passierten durchschnittlich 125 bis 140 Schiffe täglich die ‌strategisch wichtige Meerenge. Der am 28. Februar begonnene Krieg hat die Schifffahrt durch die Strasse von ‌Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel der ​weltweiten Öl- und LNG-Versorgung fliesst, stark eingeschränkt.

(Reuters)