Das US-Militär attackierte dabei die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran. Das zuständige US-Regionalkommando teilte mit, es seien unter anderem unterirdische Waffenlager ins Visier genommen worden. Zudem seien die Streitkräfte gegen mehrere Handelsschiffe vorgegangen, die versucht hätten, die Seeblockade gegen den Iran zu umgehen.
Der Iran griff nach eigenen Angaben im Gegenzug am Samstag wieder US-Stützpunkte in einigen Staaten in der Region an, etwa in Kuwait, Bahrain, Katar und Jordanien. Zudem seien vier Schiffe an der Durchfahrt der Strasse von Hormus gehindert worden. Berichte iranischer Medien, wonach südlich der Meerenge zwei Öltanker auf Minen aufgefahren und nach Explosionen in Brand geraten seien, wiesen die USA als falsch zurück.
Das US-Militär teilte mit, es sei auch Überwachungsanlagen und militärische Logistikinfrastruktur des Iran beschossen worden. In der südlichen Küstenprovinz Hormosgan wurden dem iranischen Staatsfernsehen zufolge drei Menschen getötet und acht weitere Menschen verletzt. Es seien auch wieder Brücken sowie ein Tunnel getroffen worden. Zudem hätten Raketen Energie- und Meerwasser-Entsalzungsanlagen in der südiranischen Hafenstadt Dschask getroffen, was die Trinkwasserversorgung in der Umgebung teilweise unterbrochen habe. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt mit Angriffen auf die iranische Infrastruktur gedroht, sollte die Führung in Teheran in dem Konflikt nicht einlenken.
Die iranische Revolutionsgarde erklärte, sie habe eine US-Treibstoffanlage im kuwaitischen Hafen Al-Ahmadi sowie einen US-Stützpunkt in Bahrain mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Kuwait wurde nach Angaben der Regierung erneut eine Anlage zur Stromerzeugung und Meerwasser-Entsalzung von einem iranischen Angriff getroffen. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen. Saudi-Arabien löste in mindestens zwei Regionen Luftalarm aus. Die iranische Revolutionsgarde drohte zudem, solange die US-Angriffe anhielten, werde kein Öl und Gas mehr aus der Region exportiert werden können. Die Sorge vor Lieferausfällen hatte die Ölpreise am Freitag um mehr als vier Prozent auf den höchsten Stand seit über einem Monat nach oben getrieben.
(Reuters)

