Die Aktien von Richemont verlieren am Dienstag nach Börsenstart 0,2 Prozent. Trotz des Verlusts befinden sich die Titel mit 189,50 Franken weiterhin auf dem Niveau eines Allzeithochs. Allein in diesem Monat hat sich der Valor um 14 Prozent gesteigert, auf Jahressicht sind es knapp 10 Prozent.
Julius Bär senkt nun das Rating für Richemont auf «Hold» von «Buy». Das Kursziel bleibt unverändert bei 195 Franken. Damit liegt Analyst Peter Casanova leicht über dem von AWP erhobenen Konsens von 190,84 Franken. Die höchste Zielmarke stammt derzeit von der britischen Bank HSBC, die das Kursziel am Montag auf 215 Franken angehoben hat.
Casanova begründet die Herabstufung mit der deutlich besseren Kursentwicklung gegenüber dem Gesamtsektor. Die Aktie werde inzwischen ambitioniert bewertet. An der hohen Qualität des Unternehmens und der Stärke des Geschäftsmodells ändere dies zwar nichts, die positiven Zukunftsaussichten seien jedoch inzwischen weitgehend im Aktienkurs eingepreist.
Im Geschäftsjahr 2025/26 übertraf Richemont die Erwartungen mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 11 Prozent. Wachstumstreiber waren vor allem die Schmuckmarken sowie die Erholung des Uhrengeschäfts. Belastet wurde das Ergebnis hingegen durch Wechselkurseffekte, höhere Rohstoffkosten und Zölle.
Mit dieser vorsichtigeren Einschätzung steht Julius Bär derzeit weitgehend allein da. Gemäss AWP stehen 14 Kaufempfehlungen lediglich fünf Halteempfehlungen gegenüber. Seit Mitte des Monats haben die Analysten ihre Kursziele ausnahmslos oberhalb des aktuellen Börsenkurses angesetzt.
(cash)
